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Xala
Ousmane Sembène (Senegal/Frankreich 1975)

«Ein korrupter Beamter wird in die Handelskammer aufgenommen und heiratet aus diesem Anlass zum dritten Mal. Doch er kann seine ehelichen Pflichten nicht erfüllen und besucht verschiedene Schamanen, um sich vom ‹xala›, dem Fluch der Impotenz, befreien zu lassen. Sein Ruf nimmt durch das xala nachhaltigen Schaden, seine Existenz wird zerstört. (…) In dieser beissenden Satire über die postkoloniale Ära baut Sembène die Handlung rund um die souveräne Titelmetapher auf (die Impotenz ist sozial, wirtschaftlich und spirituell) und versetzt sie mit bösen Seitenhieben sowie einer Symbolik, die an Buñuel gemahnt: Der stolz ‹europäisierte› Protagonist trinkt nicht nur ausschliesslich Evian, sondern lässt auch sein Auto damit waschen. Die ‹Unabhängigkeit›, d. h. die Machtübernahme, zu Beginn sieht so aus: Schwarze tragen die Büsten der Weissen aus dem Regierungsgebäude und nehmen deren Plätze ein. Dann kommen die Weissen wieder und geben den Schwarzen Koffer... Mit Xala errang Sembène seinen ersten Welterfolg.» (Christoph Höller, Österreichisches Filmmuseum, November 2004)

Zu sehen ist die neu restaurierte Version des Films.

Drehbuch: Ousmane Sembène, nach dem gleichnamigen Roman von Ousmane Sembène
Kamera: Georges Caristan, Orlando L. López, Seydina D. Saye, Seck Farba
Musik: Samba Diabaré Samb
Schnitt: Florence Eymon

Mit: Thierno Leye (El Hadji Abdou Kader Beye), Seune Samb (Adja, El Hadji's erste Frau), Younouss Sèye (Oumi, El Hadji's zweite Frau), Myriam Niang (Rama, El Hadji's Tochter), Douta Seck (Gorgui), Fatim Diagne (El Hadji's Sekretärin)

123 Min., Farbe, DCP, Wolof+F/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
So.,
7.4.2024
18:00
Fr.,
19.4.2024
15:00
Mo.,
13.5.2024
18:15