Hussein Shariffes experimenteller Film ist eine eindringliche Meditation über Erinnerung und historisches Trauma, verdichtet in der Ruinenstadt Suakin. Einst blühender Knotenpunkt am Roten Meer, erscheint die Stadt hier als gespenstischer Raum aus bröckelnden Korallenmauern und leeren Gassen, heimgesucht von einer langen und oft gewaltförmigen Vergangenheit. Die aktuelle Restaurierung des Films erzählt ihrerseits die Geschichte einer internationalen Archivkooperation zwischen Partnern im geopolitischen Norden und Süden, die für «Restitution» und «Reparation» steht. Doch was bedeuten diese Begriffe in der Praxis der Filmrestaurierung und im audiovisuellen Archivwesen?
Drehbuch: Hussein Shariffe
Kamera: Abdel Moneim Adawi
Schnitt: Alan Ballard
32 Min., Farbe, Digital HD, ohne Dialog