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Quai des Orfèvres
Henri-Georges Clouzot (Frankreich 1947)

Ein Kriminalinspektor soll einen Mord aufklären, für den man einen jungen Pianisten in Haft genommen hat. Er merkt bald, dass der Tatverdächtige alles daran setzt, seine junge Frau zu entlasten: eine Sängerin, die um jeden Preis Karriere machen will.
«Wegen Clouzots Ruf als Frankreichs Hitchcock aufgrund von Le salaire de la peur und Les diaboliques ist dieser gehaltvollere und eigenwilligere Thriller ein Stück weit in Vergessenheit geraten. (...) Die Krimihandlung ist hier nur der Vorwand für ein atmosphärisches Porträt des Nachkriegs-Paris: kleine Altstadtgassen, verrauchte Varietés, ein Zirkus, schmuddelige Wohnungen und deprimierende Polizeiwachen voller redseliger Gestalten. Clouzot arbeitete hier zum ersten Mal mit Armand Thirard, der sein bevorzugter Kameramann werden sollte; seine visuelle Handschrift, reich an Schatten und Hell-Dunkel-Kontrasten, entwickelt einen expressionistischen Sog. (…) Clouzot mag der grösste Zyniker des französischen Kinos gewesen sein, doch hier zeichnet er Jouvet als Polizisten mit seltener Wärme.» (Elliott Stein, The Village Voice, 22.10.2002)

Drehbuch: Henri-Georges Clouzot, Jean Ferry, nach dem Roman «Légitime Défense» von Stanislas-André Steeman
Kamera: Armand Thirard
Musik: Francis López, Albert Lasry
Schnitt: Charles Bretoneiche

Mit: Louis Jouvet (Inspektor Antoine), Bernard Blier (Maurice Martineau), Suzy Delair (Jenny Lamour), Pierre Larquey (Émile, Taxichauffeur), Simone Renant (Dora Monier), Raymond Bussières (Albert), Claudine Dupuis (Manon), René Blancard (Polizeichef), Jean Daurand (Picard), Dora Doll (Léa), Joëlle Bernard (Ginette), Robert Dalban (Paulo)

105 Min., sw, 35 mm, F/e, J/14

Vorfilm

(Schweiz 1947)


10 Min., sw, Digital HD, D/Dial

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Sa,
22.4.2017
20:45