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Der Student von Prag
Henrik Galeen (Deutschland 1926)

English review

Der mittellose, frustrierte Student Balduin verkauft einem unheimlichen Wucherer sein Spiegelbild. Reichtum und sozialer Aufstieg machen Balduin aber nicht glücklich, denn er stellt fest, dass sein abgespaltetes Ich ein unheimliches Eigenleben führt.
«Conrad Veidt und Werner Krauss, das Darstellerpaar aus Robert Wienes Das Cabinet des Dr. Caligari, spielen die Hauptrollen in Henrik Galeens aufwendiger Neufassung von Hanns Heinz Ewers’ Erfolgsfilm Der Student von Prag (1913). Anders als der Originalfilm wurde das Remake nicht an Originalschauplätzen gedreht, sondern in Bauten des Filmarchitekten Hermann Warm. Diese setzte Kameramann Günther Krampf stimmungsvoll in Bilder, die wiederum von Motiven der deutschen Romantik beeinflusst waren. Die eingefärbte Rekonstruktion des Filmmuseums München verfügt über die handgemalten expressiven deutschen Zwischentitel.» (Katalog Int. Stummfilmtage Bonn 2020)
«Man ahnt (bei Veidt) von Anfang an Böses hinter dieser überheizten Energie der mühsam zusammengehaltenen Züge: Es ist, als ob ein wildes Pferd unter der Kandare zuckend stillhielte. Und als der Sturm losbricht, ist es wahrhaftig die tiefe Verstörtheit dessen, der sich verloren hat und nicht mehr finden kann, der sich immer ganz nahe, zum Greifen nahe vor sich sieht und doch nicht mit Händen fassen kann, was aus diesen verstörten Zügen spricht. Es ist seine erste wahrhaft künstlerische Tat seit vielen Jahren.» (Willy Haas, Film-Kurier, Nr. 251, 26.10.1926)

Drehbuch: Henrik Galeen, Hanns Heinz Ewers, nach einer Story von Hanns Heinz Ewers
Kamera: Günther Krampf, Erich Nitzschmann

Mit: Conrad Veidt (Balduin, ein Student), Werner Krauss (Scapinelli, ein Wucherer), Fritz Alberti (Reichsgraf von Schwarzenberg), Agnes Esterhazy (Margit, seine Tochter), Elizza La Porta (Lyduschka, ein Blumenmädchen), Ferdinand von Alten (Freiherr v. Waldis-Schwarzenberg), Erich Kober, Max Maximilian (Studenten)

133 Min., tinted, DCP, stumm, d Zw'titel

Spieldaten
So.,
6.2.2022
20:45
Stummfilm mit Richard Siedhoff am Piano
VV ab 28.1.