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Suburra
Stefano Sollima (Italien/Frankreich 2015)

English review

Ein unter dem Namen «Samurai» bekannter Gangster will aus Ostia, dem Römer Stadtteil am Meer, ein neues Las Vegas machen. Alle lokalen Gangsterbosse und ein paar einflussreiche Politiker arbeiten gemeinsam auf dieses Ziel hin, doch der Frieden währt nicht lange.
«Stefano Sollimas Thriller über ein paar fiktive Novembertage in Rom erzählt atmosphärisch fesselnd und mit einer Riege herausragender Schauspieler von politischer Korruption und Mafia, von Gewalt und ihren unabsehbaren Folgen und davon, dass man in diesem Spiel niemanden unterschätzen sollte. (…) Ein sehr bemerkenswerter Film, der nicht nur als Genreübung überzeugt, sondern den Zuschauer mit einer atmosphärischen Dichte in den Bann zieht, die heutzutage nur wenige Kinofilme erreichen. (…)
All diese Gewalttaten entfalten über den Lauf des Films (…) ihre eigenen Konsequenzen und ergeben im sehr gut strukturierten Drehbuch einen komplexen, schillernden Zusammenhang, der über die Mafia-Handlung weit hinausweist. Der elektronische Sound und ein in seiner Stärke ständig zunehmender Regen treiben die Ereignisse atmosphärisch immer dichter gen Untergang, aber im Chaos der Ereignisse kehrt sich so manches Machtgefüge um, und manch vorher unterschätzte Figur erweist sich als zu überraschenden Taten fähig. Was man sonst fast nur noch in Serien erlebt, die allmähliche Entwicklung gleich einer ganzen Handvoll von Figuren, bringt Sollima, der fürs italienische Fernsehen zwei hochgepriesene 10-Teiler, Romanzo criminale und Gomorra, realisiert hat, hier in ‹nur› 130 Minuten unter.» (Barbara Schweizerhof, epd Film, 23.12.2016)

Drehbuch: Sandro Petraglia, Stefano Rulli, Giancarlo De Cataldo, Carlo Bonini, nach dem Roman von Giancarlo De Cataldo, Carlo Bonini
Kamera: Paolo Carnera
Musik: Pasquale Catalano
Schnitt: Patrizio Marone

Mit: Pierfrancesco Favino (Filippo Malgradi), Elio Germano (Sebastiano), Claudio Amendola (Samurai), Alessandro Borghi (Numero 8), Greta Scarano (Viola), Giulia Gorietti (Sabrina), Antonello Fassari (Sebastianos Vater), Jean-Hugues Anglade (Kardinal Berchet)

130 Min., Farbe, DCP, I+Romani+E/d

Spieldaten