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Destroyer
Karyn Kusama (USA 2018)

English review

Als engagierte junge Polizistin hatte Erin Bell mit einem ebenso unerfahrenen Kollegen eine Undercover-Mission übernommen, bei der alles schieflief.17 Jahre später, noch immer traumatisiert, erkennt sie an einer Leiche die typischen Merkmale der Opfer des damaligen Hauptschuldigen. Sofort setzt sie alles daran, den Bandenführer dingfest zu machen und die Gespenster der Vergangenheit zu bannen.
«Im Neo-Noir-Krimi Destroyer lässt sich jede Nuance des Schmerzes und der Schuld ihrer Figur in Nicole Kidmans (drastisch) von Make-up verändertem Gesicht ablesen. Gleichzeitig demonstriert Kidman, dass sie auch ganz anders kann, als die zarte Dame oder die verletzliche Mutter ihrer verschwundenen Kinder zu spielen. Als abgehalfterte Polizistin, die nicht minder runtergekommene Kriminelle und Ex-Kollegen aufsucht, wühlt sie dabei tief im Morast der kriminellen Gesellschaft und der von der Gesellschaft ignorierten Bevölkerung – ihre Probleme mit der halbwüchsigen Tochter inbegriffen. (…)
Karyn Kusama gelingt ein dicht inszenierter Thriller, der mit zunehmender Zeit mehr und mehr zupackt – und dann nicht mehr loslässt.» (Tino Wolters, blu-ray-rezensionen.net)
«Destroyer ist einer von den Filmen, die erstaunlich wenig Sex und Gewalt oder anderweitig ins Extrem geputschte Erregungen benötigen. Dieses Werk ist bedrohlich ruhig und doch ungemein stilsicher (…). Ja, dieser Film meint es ernst mit seiner Geschichte (…) und verliert das einmal gesetzte Niveau bis zuletzt nicht aus dem Blick. Wer sich darauf einlassen kann, wird mit einem Meisterstück zeitgenössischen Kinos belohnt, das sich in keiner Sequenz mit Ungenauigkeiten aus der Affäre zieht, sondern seine Figuren schonungslos ihrem Schicksal aussetzt.» (Matthias Merkelbach, der-film-noir.de)
«Stilistisch erscheint Destroyer als Neo-Noir, der an die Polizeifilme der 1970er-Jahre erinnert (…). Los Angeles ist in Destroyer ein sonnendurchfluteter Grossstadtdschungel, in dem am helllichten Tag Banken überfallen oder Leichen gefunden werden. Die Actionszenen sind mit einem genauen Gefühl für Rhythmus und Raum inszeniert, die vielen Figuren sind sorgfältig platziert. Bis die Zeitlupe der Rasanz Einhalt gebietet und das ganze Ausmass der Katastrophe deutlich wird.» (Michael Ranze, filmdienst.de)

Drehbuch: Phil Hay, Matt Manfredi
Kamera: Julie Kirkwood
Musik: Theodore Shapiro
Schnitt: Plummy Tucker

Mit: Nicole Kidman (Erin Bell), Toby Kebbell (Silas), Tatiana Maslany (Petra), Sebastian Stan (Chris), Scoot McNairy (Ethan), Bradley Whitford (DiFranco), Toby Huss (Gil Lawson), James Jordan (Toby)

121 Min., Farbe, DCP, E/d/f

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Sa.,
12.6.2021
15:00