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Body Heat
Lawrence Kasdan (USA 1981)

English review

Ned Racine, ein zweitklassiger Anwalt im heissen Süden Floridas, beginnt eine Affäre mit Matty Walker, der verführerischen, unglücklichen Frau eines ebenso reichen wie zwielichtigen Geschäftsmanns. Um sein Glück mit Matty zu sichern, beschliesst Ned, seinen Rivalen zu ermorden. Aber Matty ist ihm um Meilen voraus.
«Wie eine verlockende Fata Morgana sucht der Film noir heutige Filmemacher heim. Noir ist das Genre der Nacht, der Schuld, der Gewalt und der unerlaubten Leidenschaft, und kein Genre wirkt so verführerisch. Aber die besten Noirs wurden in den 1940er- und 1950er-Jahren gedreht, bevor den Regisseuren bewusst wurde, was sie da machten. (…) Sobald die Franzosen dem Genre einen Namen gaben, sobald eine Generation von Filmemachern daherkam, die Noirs in Kinematheken statt in Flohkinos gesehen hatte, konnte der Noir nie wieder naiv sein. Eine der Freuden eines grossen Noirs wie Detour (1954) ist das Gefühl, dass er von Leuten gemacht wurde, die die Geschichte vollkommen ernst nahmen. Eine der Gefahren des modernen selbstbewussten Noir ist, wie Pauline Kael in ihrem vernichtenden Verriss von Body Heat schrieb, dass eine Schauspielerin wie Kathleen Turner so wirkt, ‹als würde sie den Markierungen auf dem Boden folgen, die die Schauspielerinnen, die ihr vorangingen, hinterlassen haben›. Und doch, wenn schlechter Neo-Noir wie eine Parodie wirken kann, hat guter Noir noch immer die Kraft zu verführen. Ja, Kasdans Body Heat ist sich der Filme bewusst, die ihn inspiriert haben – vor allem Billy Wilders Double Indemnity (1944). Aber er hat eine Kraft, die über seine Quellen hinausgeht. Er nutzt den persönlichen Stil seiner Stars aus, um sich einzuschmeicheln; Kael ist unfair gegenüber Turner, die in ihrer Debütrolle eine Frau spielt, die sexuell so selbstbewusst ist, dass wir glauben können, ihr verblendeter Liebhaber würde fast alles für sie tun. Sobald wir das glauben, hört der Film auf, eine Fingerübung zu sein, und fängt an zu funktionieren.» (Roger Ebert, rogerebert.com, 20.7.1997)

Drehbuch: Lawrence Kasdan
Kamera: Richard H. Kline
Musik: John Barry
Schnitt: Carol Littleton

Mit: William Hurt (Ned Racine), Kathleen Turner (Matty Walker), Richard Crenna (Edmund Walker), Ted Danson (Peter Lowenstein), J.A. Preston (Oscar Grace), Mickey Rourke (Teddy Lewis), Kim Zimmer (Mary Ann), Jane Hallaren (Stella), Lanna Saunders (Roz Kraft), Michael Ryan (Miles Hardin), Carola McGuinness (Heather Kraft), Larry Marko (Richter Costanza)

113 Min., Farbe, Digital HD, E/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Di.,
25.5.2021
20:45
Fr.,
4.6.2021
15:00