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Blue Collar
Paul Schrader (USA 1978)

Die Fliessbandarbeiter in der Detroiter Taxifabrik malochen, aber bei ihren Hungerlöhnen kommen sie auf keinen grünen Zweig, erst recht, wenn sie eine Familie ernähren müssen. Ihre unnützen Gewerkschaftsvertreter haben sie ähnlich auf dem Kieker wie ihre ausbeuterischen Vorgesetzten. Als Zeke sieht, wie viel Bares im Safe der Gewerkschaft liegt, beschliesst er mit seinen Freunden Jerry und Smokey, sich dieses Geld, das ja eigentlich ihnen gehöre, zu holen. Doch der Raubzug läuft nicht wie geplant. Bald geraten die drei nicht nur zwischen alle Fronten; auch ihre Freundschaft droht zu zerbrechen.
Paul und Leonard Schrader haben mit Blue Collar eine bittere Satire geschaffen, die in einem selten gezeigten Arbeitermilieu spielt, dieses in keiner Weise romantisiert und am Ende klassenkämpferische Töne anschlägt. Dass die drei grossartigen Hauptdarsteller – Komiker Richard Pryor, Harvey Keitel und Yaphet Kotto – während der Dreharbeiten untereinander Gockelkämpfe austrugen, die den Regiedebütanten Paul Schrader an seine Grenzen brachten, ist dem Film kaum anzumerken. Beeindruckend ist vielmehr, wie hier trotz (heute in Hollywood undenkbarer) rassistischer Sprüche eine Solidarität unter Arbeitern herrscht, die farbenblind ist, bis das Thema Rasse von den Mächtigen instrumentalisiert wird. (mb)

Drehbuch: Paul Schrader, Leonard Schrader, nach einer Idee von Sydney A. Glass
Kamera: Bobby Byrne
Musik: Jack Nitzsche, Ry Cooder
Schnitt: Tom Rolf

Mit: Richard Pryor (Zeke), Harvey Keitel (Larry), Yaphet Kotto (Smokey), Ed Begley Jr. (Bobby Joe), Harry Belaver (Eddie Johnson), George Memmoli (Jenkins), Lucy Saroyan (Arlene Bartowski), Lane Smith (Clarence Hill), Cliff De Young (John Burrows)

114 Min., Farbe, DCP, E/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Mo.,
10.1.2022
20:45