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Malcolm X
Spike Lee (USA/Japan 1992)

Biopic über Leben und Tod des Aktivisten und Anführers der schwarzen Bürgerrechtsbewegung Malcolm X (1925-1965). Im Boston der 1940er-Jahre lebt Malcolm Little in den Ghettos der Schwarzen und finanziert seinen «weissen Lebenstil» mit Kleinkriminalität. Während eines Gefängnisaufenthalts tritt er der «Nation of Islam» bei, die eine strikte Trennung der schwarzen von der weissen Gesellschaft anstrebt. Malcolm legt seinen «Sklavennamen» ab und steigt zu einem einflussreichen Anführer der Bewegung auf. Machtstreitigkeiten führen zu Zerwürfnissen, die schliesslich auch zu seiner Ermordung führen.
«Lee polarisiert weniger als auch schon zwischen der schwarzen und der weissen Gesellschaft. Er setzt ein leuchtendes Filmzeichen für die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtungsweise komplexer sozialer, politischer, ethnischer und ethischer Probleme, nicht nur in den USA. (…) Sein Film geht zwar von einer agitatorischen Propagandagebärde aus (am Anfang verbrennt die US-Flagge zu einem markanten X und der Videofilm von der Misshandlung des Schwarzen Rodney King durch Polizeibeamte in Los Angeles 1991 läuft ab), entkräftet diese aber fast versöhnlich durch eine subtile, glaubwürdige Verbeugung vor einem Idol mit Schrunden, ohne heldenverehrerische Züge.» (Michael Lang, Zoom, 3/1993)

Drehbuch: Arnold Perl, Spike Lee, nach «The Autobiography of Malcolm X» von Alex Haley, Malcolm X
Kamera: Ernest R. Dickerson
Musik: Terence Blanchard
Schnitt: Barry Alexander Brown

Mit: Denzel Washington (Malcolm X), Angela Bassett (Betty Shabazz), Albert Hall (Baines), Al Freeman Jr. (Elijah Muhammad), Delroy Lindo (West Indian Archie), Spike Lee (Shorty), Theresa Randle (Laura), Kate Vernon (Sophia), Lonette McKee (Louise Little), Tommy Hollis (Earl Little), James McDaniel (Brother Earl), Ernest Thomas (Sidney)

202 Min., Farbe, 35 mm, E/d

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