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Prospero's Books
Peter Greenaway (GB/Frankreich/Niederlande/Italien 1991)

Der Zauberer Prospero, einst Doge von Venedig, ist auf eine Insel verbannt worden und bringt seine Feinde mittels eines heraufbeschworenen Sturms in seine Gewalt. Mithilfe dienstbarer Geister und allerlei Gaukelwerk macht der seinen Widersachern die Verwerflichkeit ihres Tuns bewusst.
«My library was dukedom large enough», spricht Shakespeares Prospero, und die Bibliothek ist denn auch in Greenaways Verfilmung von «The Tempest» die Insel auf der Insel des Exils. Der Cineast lässt den gesamten Stoff der Fantasie des rachsüchtigen Magiers entspringen und den grossen John Gielgud alle Rollen sprechen. Der Schauspieler wird zum Dichter, der Zauberer zum Filmemacher – und umgekehrt. Prospero’s Books ist ein wahrer Bildrausch mit allen möglichen Kombinationen von digitalen Tricks und handgefertigter Kalligrafie.
«Die meisten Kritiken dieses Films liegen falsch; das ist keine Erzählung, es muss keinen Sinn ergeben, und der Film ist auch nicht ‹zu schwierig›, weil er nicht weniger schwierig hätte sein können. Er ist schlicht ein originäres Kunstwerk, das Greenaway uns bittet, zu seinen Bedingungen anzunehmen oder abzulehnen.» (Roger Ebert, Chicago Sun-Times, 27.11.1991)

Drehbuch: Peter Greenaway, nach dem Bühnenstück «The Tempest» von William Shakespeare
Kamera: Sacha Vierny
Musik: Michael Nyman
Schnitt: Marina Bodbijl

Mit: John Gielgud (Prospero), Michael Clark (Caliban), Michel Blanc (Alonso), Erland Josephson (Gonzalo), Isabelle Pasco (Miranda), Tom Bell (Antonio), Kenneth Cranham (Sebastian), Mark Rylance (Ferdinand), Gérard Thoolen (Adrian), Pierre Bokma (Francisco), Jim Van Der Woude (Trinculo), Michiel Romeyn (Stephano)

124 Min., Farbe, 35 mm, E/d/f

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