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The Belly of an Architect
Peter Greenaway (GB 1987)

Der beleibte amerikanische Architekt Kracklite konzipiert in Rom eine Ausstellung über einen weitgehend vergessenen Berufskollegen des 18. Jahrhunderts und wird dabei von Krankheit, den Intrigen eines geschmeidigen jungen Konkurrenten und Misstrauen gegenüber seiner schwangeren, mutmasslich untreuen jungen Frau heimgesucht.
«Diese Geschichte kommt zunächst im üblichen Greenaway-Stil daher: Visuelle und symbolische Anspielungen in Hülle und Fülle vereinen sich zu einer unverwechselbar schrulligen Meditation über eine Vielzahl von Themen. Doch was der Film anderen Werken Greenaways vielleicht voraus hat, ist seine Durchlässigkeit für Gefühle. Die auserlesenen Tableaus, das anspielungsreiche Drehbuch und die akut geistreiche Art finden in diesem Fall nämlich ein Gegengewicht in Brian Dennehys buchstäblich enormer Präsenz, welche die formalen Symmetrien des Films in – äusserst einprägsame – Stücke reisst.» (Geoff Andrew, Time Out Film Guide)
Hauptdarsteller Dennehy sagte später, er habe viele «movies» gedreht, aber nur einen «film»; Greenaway wiederum tat sich anfänglich schwer damit, dass Dennehy als Hollywoodschauspieler nicht über die gewünschte Ironie im Spiel verfügte, gab dann aber zu, dass die Emotionalität des Stars dem Film auch eine ungeahnte Tiefe verlieh.

Drehbuch: Peter Greenaway
Kamera: Sacha Vierny
Musik: Wim Mertens
Schnitt: John Wilson

Mit: Brian Dennehy (Stourley Kracklite), Lambert Wilson (Caspasian Speckler), Chloe Webb (Louisa Kracklite), Sergio Fantoni (Io Speckler), Stefania Casini (Flavia Speckler), Vanni Corbellini (Frederico), Alfredo Varelli (Julio)

108 Min., Farbe, 35 mm, E/d/f

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