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The Pillow Book
Peter Greenaway (GB/Niederlande/Frankreich/Luxemburg 1996)

Die kleine Nagiko erfährt von ihrem Vater Zärtlichkeit in Form von aufgepinselten Schriftzeichen. Diese Empfindung sucht sie als unglücklich verheiratete Frau bei ihren Liebhabern. Um Rache an dem Verleger zu üben, der einst ihren Vater nötigte, greift sie selbst zum Pinsel und fertigt als Schreibende menschliche Bücher an.
Für seine Adaption des «Kopfkissenbuchs der Sei Shonagon», eines 1000 Jahre alten Buchs über Kunst und Sexualität, schöpfte Greenaway bei der digitalen Bildmanipulation aus dem Vollen. Im japanischen Kanji, einem ikonischen Schriftzeichen, fand er im Kleinen jene Verschmelzung von Bild und Text, die sein Filmschaffen im Grossen anstrebt. «Mein erster Film mit einem Happy End», sagt Greenaway, der mit seiner Heldin Nagiko – die als Künstlerin, Frau und Mutter reüssiert – auch die feministische Kritik zufriedenzustellen hoffte.

Drehbuch: Peter Greenaway, nach dem «Kopfkissenbuch» von Sei Shonagon
Kamera: Sacha Vierny
Musik: Brian Eno
Schnitt: Peter Greenaway, Chris Wyatt

Mit: Vivian Wu (Nagiko), Yoshi Oida (der Verleger), Ken Ogata (der Vater), Hideko Yoshida (die Tante/die Magd), Ewan McGregor (Jerome), Judy Ongg (die Mutter), Ken Mitsuishi (der Ehemann), Yutaka Honda (Hoki)

126 Min., Farbe, 35 mm, E+Jap+Kant+Chin+F+I/d

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