«Ein satirischer ‹giallo› als Kammerspiel: Wie jedes Jahr begibt sich die Führungselite Italiens, Grössen aus Wirtschaft, Kirche und Politik, darunter der Staatspräsident ‹M›, an einem abgeschiedenen Ort in Klausur. Schauplatz ist eine Klosteranlage, der Pater Don Gaetano vorsteht. Hier werden weniger die drängenden Probleme des Landes besprochen, vielmehr wird an Machtpositionen und Netzwerken gefeilt. Doch dann werden, während im Land eine Epidemie grassiert, auch hinter den Klostermauern Leichen gefunden. Petris Verfilmung eines Romans von Leonardo Sciascia entwirft ein bestürzendes Bild der Verhältnisse der späten ‹bleiernen Jahre› in Italien. Anspielungen auf Aldo Moro und seinen ‹historischen Kompromiss› sind unverkennbar und werden wenige Jahre später von einer tödlichen Realität eingeholt.» (Kino Arsenal Berlin, November 2013)
Drehbuch: Elio Petri, Berto Pelosso, nach dem Roman von Leonardo Sciascia
Kamera: Luigi Kuveiller
Musik: Ennio Morricone
Schnitt: Ruggero Mastroianni
Mit: Gian Maria Volonté (M), Marcello Mastroianni (Don Gaetano), Mariangela Melato (Giacinta), Michel Piccoli («Er»), Renato Salvatori (Scalambri), Ciccio Ingrassia (Voltrano), Franco Citti (der Chauffeur)
130 Min., Farbe, DCP, I/e