«Gyungsoo (Kim Sangkyung) hat ein Mantra: ‹Auch wenn es schwer ist, ein Mensch zu sein, lasst uns nicht zu Monstern werden.› In Hong Sangsoos viertem Spielfilm sind die Grenzen zwischen Spielerei und Wahrheit, Treue und Betrug durchlässig. Eine Reise der Selbst(wieder)entdeckung führt einen erfolglosen Schauspieler von Seoul zum buddhistischen Tempel Cheongpyeongsa im Norden des Landes, wo ihm die Legende einer hinreissenden Prinzessin und ihres wiedergeborenen Liebhabers aus dem einfachen Volk erzählt wird. Von dort aus entfaltet Turning Gate eine episodische Verkettung von Affären, Auseinandersetzungen und schalen erotischen Eskapaden.» (Harvard Film Archive, Sep 2025)
«Die Wiederholungen sind eher wie Echos, und sowohl im Text als auch im Titel des Films selbst wird ein mysteriöser auslösender Vorfall erwähnt, die Geschichte vom Turning Gate. Hong verzichtet auf die teils beissende Grausamkeit seiner früheren Filme und filmt scheinbar beiläufige Kompositionen in lebhaften Farben mit sehr wenig Schnitt oder Kamerabewegungen. So findet er einen neuen Tonfall voller Wehmut und bittersüsser Melancholie.» (Sean Gilman, thechinesecinema.com, Jan 2018)
Drehbuch: Hong Sangsoo
Kamera: Choi Yeongtaek
Musik: Il Won
Schnitt: Hahm Sungwon
Mit: Kim Sangkyung (Gyungsoo), Chu Sangmi (Seonyoung), Ye Jiwon (Myungsook), Kim Haksun (Sungwoo)
116 Min., Farbe, Digital HD, Kor/e