«Dieser Film, der auf dem autobiografischen Roman ‹Via delle Mantellate› von Isa Mari sowie den akribischen Recherchen der Drehbuchautorin Suso Cecchi D’Amico basiert, ist Castellanis Vorstoss in den harten Realismus. Er folgt einer Gruppe von Frauenfiguren in einem römischen Gefängnis: Egle (Anna Magnani), eine abgebrühte Prostituierte; Lina (Giulietta Masina), ein zu Unrecht verurteiltes, verängstigtes Dienstmädchen; und Marietta (Cristina Gajoni), reumütig und unglücklich verliebt in einen jungen Mann, den sie vom Fenster ihrer Zelle aus gesehen hat. Unter Egles Anleitung wird die naive Lina zu einer gerissenen Kriminellen, doch auch Mariettas Einfluss hinterlässt seine Spuren.» (Emiliano Morreale, Il cinema ritrovato)
«Anna Magnani und ich waren sehr enge Freundinnen (…). Sie war für mich wie ein offenes Buch. Ich durfte keine Fehler machen, wenn ich für sie schrieb, das kam nicht infrage. Die Filme, die ich für sie schrieb, waren massgeschneidert.» (Suso Cecchi D’Amico im Interview mit CINEASTE)
«Für Nella città l’inferno habe ich viel Zeit mit Diebinnen verbracht, und sie waren nett, ganz anders als die Diebe heute, wahre Handwerker:innen (…). Ich suchte Gefängnisse auf, sprach mit den Insassinnen und verbrachte viel Zeit mit ihnen.» (Suso Cecchi D’Amico, in: Scrivere il cinema)
Drehbuch: Suso Cecchi DʼAmico, Renato Castellani, nach einem Roman von Isa Mari
Kamera: Leonida Barboni
Musik: Roman Vlad
Schnitt: Jolanda Benvenuti
Mit: Anna Magnani (Egle), Giulietta Masina (Lina), Myriam Bru (Vittorina), Cristina Gaioni (Marietta), Anita Durante (Assunta), Renato Salvatori (Piero), Alberto Sordi (Antonio Zampi), Saro Urzì (Gefängnisaufseher)
105 Min., sw, 35 mm, I/e