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Estate violenta
Valerio Zurlini (Italien/Frankreich 1959)

«Sommer 1943 – während das Kriegsgeschehen immer näher heranrückt, hat sich am Strandleben von Riccione noch nicht viel verändert. Carlo, Sohn eines faschistischen Parteibosses, der sich in der Schweiz vor dem Kriegsdienst gedrückt hatte, kehrt nach längerer Zeit wieder nach Hause zurück und wird von seinen – wie immer Party feiernden – Freunden begeistert empfangen. (…) Als eines Vormittags ein Kampfflugzeug tief über den Strand fliegt, lernt Carlo inmitten des Tumults Roberta kennen, die Witwe eines Kriegshelden – und um die beiden ist es geschehen.» (Udo Rotenberg, Die Online-Filmdatenbank)

«Der ‹klassische› italienische Kriegsfilm neigt dazu, Frauen auf den Status von Opfern zu reduzieren (…). Nicht so Eleonora Rossi Drago in Estate violenta. Ihr Verhängnis ist ihre eigene zwiespältige Loyalität, ihre eigene zügellose Libido. Als Ikone der weiblichen sexuellen Selbstermächtigung steht sie auf einer Stufe mit Cecchi D’Amicos anderer denkwürdiger Schöpfung, der erotisch gequälten Gräfin Serpieri in Senso. Das ist so skandalös – und so selbstbestimmt –, wie es eine Frau auf der Leinwand nur sein kann.» (David Melville, Senses of Cinema)

Drehbuch: Valerio Zurlini, Suso Cecchi DʼAmico, Giorgio Prosperi
Kamera: Tino Santoni
Musik: Mario Nascimbene
Schnitt: Mario Serandrei

Mit: Eleonora Rossi-Drago (Roberta), Jean-Louis Trintignant (Carlo), Jacqueline Sassard (Rosanna), Raffaele Mattioli (Giulio), Federica Ranchi (Maddalena)

100 Min., sw, DCP, I/e

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