«Die Witwe Rosaria folgt mit ihrer Familie dem ältesten Sohn Rocco von Sizilien in die Industriestadt Mailand, wo sie bessere Lebensbedingungen erwartet. Die Begegnung mit der modernen italienischen Gesellschaft führt jedoch zum Zerfall der Gemeinschaft; die fünf Brüder gehen unterschiedliche Wege, Simone wird zum Gewalttäter und treibt auch den idealistischen Rocco in den gemeinsamen Untergang.» (filmdienst.de)
«Erst dachten wir daran, Rocco in Turin zu drehen, weil dort die Immigration vom Süden in den Norden, dieses Phänomen, das Italien in den 50er-Jahren so veränderte, sehr präsent war. Wir gingen nach Turin und sprachen mit den Immigrant:innen dort (…). Ihnen war immer unglaublich kalt, also gingen sie in die Boxstudios, um sich aufzuwärmen und einige Lire zu verdienen – niemand von ihnen hatte eine Zentralheizung. So kamen wir auf die Idee mit dem Boxen (…). Wir haben auch ein wenig aus Büchern gestohlen. Die Figur der Nadia beispielsweise ist von Nastassja Filippowna aus Dostojewskis ‹Der Idiot› inspiriert. Ich liebe diese Figur und Girardots Darstellung. Sie ist eine komplexe, wunderschöne Figur. Sie begegnet ihrem Schicksal mit viel Würde und Tapferkeit.» (Suso Cecchi D’Amico im Interview mit CINEASTE)
Drehbuch: Luchino Visconti, Suso Cecchi DʼAmico, Pasquale Festa Campanile, Vasco Pratolini, nach dem Roman «Il ponte della Ghisolfa» von Giovanni Testori
Kamera: Giuseppe Rotunno
Musik: Nino Rota
Schnitt: Mario Serandrei
Mit: Alain Delon (Rocco), Renato Salvatori (Simone), Annie Girardot (Nadia), Katina Paxinou (Rosaria Parondi, die Mutter), Roger Hanin (Morini), Claudia Cardinale (Ginetta), Paolo Stoppa (Cecchi, der Boxtrainer), Suzy Delair (Wäschereibesitzerin), Spiros Focás (Vincenzo Parondi), Max Cartier (Ciro), Alessandra Panaro (Ciros Verlobte), Rocco Vidolazzi (Luca Parondi)
177 Min., sw, DCP, I/e