Salvatore Giuliano liegt von Kugeln zerfetzt im Dreck eines Hinterhofs. Wer erschoss Siziliens seinerzeit berühmtesten Briganten? In Rückblenden wird die Geschichte von Giuliano erzählt. «Mit Salvatore Giuliano schuf Rosi einen semidokumentarischen Film, der an die Tradition des Neorealismus anknüpft, in der formalen Gestaltung und in der politischen Brisanz des Stoffs jedoch eigenständig ist (…). Salvatore Giuliano ist schon, was alle seine Filme sein werden: politische Aufklärung im besten Sinne.» (Bernd Kiefer, Reclam Filmklassiker)
«Wir hatten die historischen Entwicklungen um Giulianos Ermordung sehr genau verfolgt, lange bevor die Idee entstand, einen Film darüber zu drehen. Vor Produktionsstart liessen wir uns von einem renommierten Anwalt bezüglich Vorsichtsmassnahmen beraten, um uns rechtlich zu schützen, da es sich nach wie vor um brisanten Stoff handelte. Er sagte uns, dass alle Szenen, sogar die gesprochenen Dialoge, anhand der Gerichtsprotokolle belegbar sein sollten. Also studierten wir diese Akten im Detail. Ich kann Ihnen gar nicht beschreiben, wie gewaltig diese Aktenberge waren.» (Suso Cecchi D’Amico im Interview mit CINEASTE)
Drehbuch: Francesco Rosi, Suso Cecchi DʼAmico, Franco Solinas, Enzo Provenzale
Kamera: Gianni Di Venanzo
Musik: Piero Piccioni
Schnitt: Mario Serandrei
Mit: Frank Wolff (Gaspare Pisciotta), Salvo Randone (Richter), Pietro Cammarata (Salvatore Giuliano), Sennuccio Benelli (Journalist), Bruno Ukmar (Spion), Max Cartier (Francesco), Cosimo Torino (Frank Mannino), Giuseppe Teti (Priester von Montelepre), Giuseppe Calandra (Beamter)
122 Min., sw, DCP, I/d