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Caravaggio
Derek Jarman (GB 1986)

«Das Obst seiner Stillleben war überreif, die Engel auf seinen Bildern verboten verführerisch. Der queere italienische Barockmaler Michelangelo Merisi, nach seinem Herkunftsort Caravaggio genannt, übertrat in seiner Kunst, im Leben und in der Liebe Grenzen. Mit einer glänzenden Besetzung und einem Minibudget von 475’000 Pfund umriss der britische Regieavantgardist Derek Jarman Leben und Leid des seinerzeit als Mörder gesuchten Künstlers. (…) Jarman verzichtete auf historische Genauigkeit; seine Geschichte der Gefühle ist zeitlos.» (cinema.de)

Caravaggio wurde aufgrund von Finanzierungsproblemen, unzähliger Drehbuchüberarbeitungen und anderer Projekte Jarmans jahrelang immer wieder auf Eis gelegt. «Externe Unterstützung kam auf Drängen von Koproduzent Ward-Jackson und in Gestalt der renommierten Drehbuchautorin Suso Cecchi D’Amico (…). Sie sagte Jarman, dass Caravaggio kraftvoller, das Drehbuch brutaler und der Mord an Ranuccio im Zentrum der Geschichte sein müsse. Jarman fühlte sich vor den Kopf gestossen, aber vielleicht war genau das nötig (…). Während der folgenden Wochen half Cecchi D’Amico ihm, alles über Bord zu werfen, was einer Verdichtung der Geschichte und Figuren zu einem abgerundeten Ganzen im Wege stand.» (Tony Peake, in: Derek Jarman. A Biography)

Drehbuch: Derek Jarman, Suso Cecchi DʼAmico, Nicholas Ward-Jackson
Kamera: Gabriel Beristain
Musik: Simon Fisher-Turner
Schnitt: George Akers

Mit: Nigel Terry (Caravaggio), Tilda Swinton (Lena), Sean Bean (Ranuccio), Dexter Fletcher (der junge Caravaggio), Michael Gough (Kardinal del Monte), Nigel Davenport (Giustiniani), Spencer Leigh (Jerusaleme), Garry Cooper (Davide), Robbie Coltrane (Scipione Borghese), Vernon Dobtcheff (Kunstliebhaber)

93 Min., Farbe, DCP, E/d

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