«Angesichts der gehorteten Zeitungsstapel ihres verstorbenen Partners von der Frage bedrängt, geht Sinke, selbst Sammlerin, Sinn und Wesen des Aufbewahrens nach. Sie präsentiert die Andenken ihrer Mutter, Sammelsurien früherer Tage, die sie wie kleine Zeitmaschinen auch in die eigene Vergangenheit transportieren. Über Jahrhunderte waren Dinge unser Bezug zur Welt, haben uns befähigt, in der Zeit umherzustreifen. Heute gilt Aufbewahren als seltsam oder gestört; ein aufgeräumtes Haus steht für ein aufgeräumtes Leben. Wehmütig sinniert Sinke über den Verlust an menschlicher Verbundenheit, wenn das Stoffliche sich entmaterialisiert im Digitalen.» (Maria Marchetta, Viennale, Okt 2025)
«Interviews mit einigen digitalen Nomaden offenbaren eine andere Welt, die weit entfernt ist von vielen Lebensstilen, vor allem der älteren Generation. Trotzdem und natürlicherweise findet Sinke keine Antwort auf die Frage, was das bessere Leben ist. Aber das will sie auch gar nicht.» (Doreen Kaltenecker, Testkammer, 2018)
Drehbuch: Digna Sinke
Kamera: Jan Wich, Digna Sinke
Schnitt: Albert Elings
85 Min., Farbe + sw, DCP, Niederl/e