«Mit Torn Curtain kehrt Hitchcock auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges zum Spionagethriller zurück. Dabei verzichtet er auf die technischen Spielereien und sexuellen Anspielungen der James-Bond-Filme und erzählt stattdessen eine ebenso schlanke wie spannende Geschichte über die Suche nach einer geheimen Formel für ein Raketenabwehrsystem hinter dem Eisernen Vorhang. Gleichzeitig dient diese Suche, ganz im Stil Hitchcocks, auch als Bewährungsprobe für die Beziehung zwischen einem amerikanischen Spion und seiner Frau. Obwohl der Film nie den Status eines Klassikers erreicht hat, sind einige seiner Sequenzen nach wie vor eindrucksvolle Beispiele für die Fähigkeit des Meisters, atemberaubende Szenen zu konstruieren, darunter vielleicht am berühmtesten die ambivalente Darstellung – in Echtzeit – eines brutalen Mordes, den der Held des Films aus reiner Zweckmässigkeit begeht.» (Harvard Film Archive, Sep 2013)
Drehbuch: Brian Moore
Kamera: John F. Warren
Musik: John Addison
Schnitt: Bud Hoffman
Mit: Paul Newman (Prof. Michael Armstrong), Julie Andrews (Sarah Sherman), Lila Kedrova (Gräfin Kuchinska), Hansjörg Felmy (Heinrich Gerhard), Tamara Toumanova (Ballerina), Wolfgang Kieling (Hermann Gromek), Günter Strack (Prof. Karl Manfred), Ludwig Donath (Prof. Gustav Lindt), David Opatoshu (Mr. Jacobi), Gisela Fischer (Dr. Koshka), Alfred Hitchcock (Mann mit Baby im Hotelfoyer)
128 Min., Farbe, 35 mm, E/d, J/14