«Yangs meisterhafter Film führt nicht bloss ein ganzes Bündel von Erzählsträngen parallel, sondern entwickelt in jedem einzelnen davon ein hohes Mass an Spannung und führt schliesslich alle zu einem Gesamtgemälde zusammen, dessen Authentizität einen in Tränen ausbrechen und dessen Kraft einen sprachlos lässt. Die Figuren decken das ganze urbane Spektrum ab: ein Wissenschaftler, der einer Beförderung hinterherhechelt, ein Motorradrowdy auf der Flucht vor der Polizei, eine Schriftstellerin auf der Suche nach einem schmerzlosen Ausweg aus der Ehe ... Yang sieht diese Figuren alle glasklar und absolut aufrichtig (...) und erzählt beispielsweise allein über ihre Kleider schon ganze Geschichten. Weder soziologischer Aufsatz noch Seifenoper, ist The Terrorizers auch eine zutiefst filmische Erzählung, die das Geheimnis, das Anrührende und die Ängste jeder Existenz erfasst. Die Titelfigur ist ein Mädchen, das mit Scherzanrufen Krisen im Leben anderer Figuren auslöst, doch suggeriert der Film, dass wir alle auf eigene Weise andere terrorisieren.» (Tony Rayns)
Drehbuch: Xiao Ye, Edward Yang
Kamera: Zhang Zhan
Musik: Weng Xiao-liang, Chen Guizhu
Schnitt: Liao Ching-song
Mit: Cora Miao (Zhou Yu-fen), Li Liqun (Li Li-zhong), Jin Shi-jie (Ah Shen), Gu Bao-ming (Lao Gu)
109 Min., Farbe, DCP, Mand/e