«Ursula, jung Mutter geworden, reinigt morgens das örtliche Möbelhaus und hört sich am Nachmittag dumme Sprüche von den Cafégästen an, die sie bewirtet. (…) Neda ist aus Teheran geflohen und schlägt sich wider Willen als Travelinfluencerin für innerdeutsche Billigreiseziele durch (‹auf Hartz im Harz›). In einer Strassenkehrerin meint sie eine alte Freundin zu erkennen – oder spukt es in Sangerhausen? (...) Ursula, Neda und zwei weitere Sehnsuchtsgenossen begeben sich im klimatisierten Kleinbus auf Geisterjagd (…), und die Legendendichte im Harz hält manches bereit für sie. Es spukt an den profansten Orten.» (Tim Abele, epd-film, 20.11.2025)
«In vier Etappen auf zwei Zeitebenen erzählt Radlmaier vom im heutigen Sachsen-Anhalt gelegenen Sangerhausen, wo er zugleich zärtlich und lakonisch so etwas wie der deutschen Seele nachspürt. Nahe der Wirkstätte des romantischen Dichters Novalis, unweit des Kyffhäusers, verziert von einem identitätsstiftenden Rosengarten und mit einem Wählerzuspruch von 41,43 % für die AfD, entfaltet sich ein leichtfüssiger Klassenkampf verkleidet als liebliche Komödie mit mythologischem Überbau.» (Patrick Holzapfel, Perlentaucher)
Drehbuch: Julian Radlmaier
Kamera: Faraz Fesharaki
Schnitt: Julian Radlmaier
Mit: Clara Schwinning (Ursula), Maral Keshavarz (Neda), Henriette Confurius (Zulima), Paula Schindler (Lotte), Ghazal Shojaei (Marjam), Lie Kyung-taek (Sung-Nam), Lie Buksori (Buk), Marlene Hauser (Cellistin Daniella), Jérémie Galiana (Bratschist Paul)
90 Min., Farbe, DCP, D/e