«Juni 1960: Patrice Lumumba wird Premierminister des gerade unabhängig gewordenen Kongo. Kompromisslos setzt sich der unerfahrene junge Politiker für die Gleichberechtigung der Schwarzen Bevölkerung in einem vereinten Kongo ein, aber die USA, Belgien und einflussreiche kongolesische Führer wie der spätere Diktator Mobutu haben anderes im Sinn. Detailgetreu zeichnet Peck das Schicksal eines idealistischen Politikers nach, in dessen tragischem Scheitern sich beispielhaft das gewaltvolle Erbe der Entkolonisierung widerspiegelt. (…) Der in Kongo aufgewachsene Filmemacher hat Lumumba bereits 1991 einen essayistischen Dokumentarfilm gewidmet, in dem er sich auf Spurensuche begibt. In gewisser Weise fusst der im Jahr 2000 entstandene Spielfilm auf jene Recherchen, denn viele Szenen sind mit grosser Detailgenauigkeit bis hin zu Kamerapositionen jenen historischen Fotografien oder Filmaufnahmen nachempfunden, die Peck bei den Vorarbeiten zum Dokumentarfilm zutage förderte.» (Josef Lederle, filmheft: Fokus Afrika, 16.6.2005)
Drehbuch: Raoul Peck, Pascal Bonitzer
Kamera: Bernard Lutic
Musik: Jean-Claude Petit
Schnitt: Jacques Comets
Mit: Eriq Ebouaney (Lumumba), Alex Descas (Mobutu), Théophile Moussa (Mpolo), Maka Kotto (Kasa Vubu), Dieudonné Kabongo (Munongo), André Debaar (Ganshof), Cheikh Doukouré (Joseph Okito)
114 Min., Farbe, 35 mm, F+Lingála+E/d/f