«Sometimes in April erzählt in Rückblenden vom Völkermord an den Tutsi in Ruanda im April 1994, dem fast eine Million Menschen zum Opfer fielen. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Augustin Muganza erzählt, einem Hutu, der mit einer Tutsi-Frau verheiratet ist und während dieser schrecklichen Ereignisse von seiner Familie getrennt wird. Ein zweiter Handlungsstrang spielt im Jahr 2004, als Augustin vor dem Internationalen Gerichtshof als Zeuge aussagt und dabei auf seinen Bruder Honoré trifft, der als Radiojournalist mit seinen Hetzreden den Genozid damals mit angestachelt hatte.» (FilmInitiativ Köln e.V.)
«Raoul Pecks ursprünglich für den amerikanischen TV-Sender HBO gedrehter Film ist ein emotionaler (…) Aufschrei, der die Opfer ins Blickfeld rückt, aber auch die Täter und Mitwisser zeigt sowie all jene, die wegschauten. Sometimes in April tut weh, und das ist richtig so. Man kommt bestürzt, wütend, aber auch hilflos aus diesem Film. Und auf der Pressekonferenz lautete die fast verzweifelte erste Frage eines kanadischen Journalisten: Was können wir tun?» (Jörg Taszman, DeutschlandRadio Berlin, 17.2.2005)
Drehbuch: Raoul Peck
Kamera: Éric Guichard
Musik: Bruno Coulais
Schnitt: Jacques Comets
Mit: Idris Elba (Augustin), Carole Karemera (Jeanne), Pamela Nomvete (Martine), Debra Winger (Prudence Bushnell), Hubert Koundé (Father Salomon)
139 Min., Farbe, DCP, E+Kinyarwanda/e