«Haiti begeht den 200. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Präsident Jean Dieu faselt von Demokratie und beschwört das Volk mit einem Aufruf zur Solidarität. In seinem festungsähnlichen Palast treffen Gäste aus aller Welt zur Feier ein. Wichtige Politiker des Auslands haben ihr Kommen abgesagt. Es hat sich herumgesprochen, dass das Volk bereits gegen Dieus Willkürherrschaft demonstriert. Jean Dieu lässt die Rebellen niederknüppeln und bittet trotzig zum Dinner ... In Anlehnung an Aufstieg und Niedergang des Ex-Präsidenten Jean-Bertrand Aristide entfaltet Raoul Peck mit grotesken Überspitzungen das universelle Psychogramm eines politischen Terroristen.» (trigon-film)
«Die Shakespeare’sche Tragödie eines lächerlichen Mannes, eine immer wieder ins Absurde kippende Fabel, die die konkreten Verhältnisse des Landes Haiti mit dem universalen Drama der Macht verbindet. (...) Entstanden ist ein Film, in dem Peck vielfältige Versatzstücke der Wirklichkeit zu einem knalligen Politpuzzle zusammenfügt, in dem die scharfsinnige Analyse der Zustände immer wieder in eine schrille Farce kippt.» (Anke Sterneborg, Süddeutsche Zeitung, 17.5.2010)
Drehbuch: Raoul Peck, Jean-René Lemoine
Kamera: Éric Guichard
Musik: Alexei Aigui
Schnitt: Martine Barraqué
Mit: Zinedine Soualem (Jean de Dieu Théogène), Sonia Rolland (Michaëlle), Mireille Metellus (Rachel Corvington), Nicole Dogué (Anne Labuche)
107 Min., Farbe, Digital SD, F+E+Hait.-Kreol./e