«2010: Ein schreckliches Erdbeben erschüttert Haiti, 230 000 Menschen sterben, 1,5 Millionen verlieren ihr Zuhause. Zwei Jahre lang filmt Raoul Peck den Wiederaufbauprozess seines Landes durch eine gigantische humanitäre Hilfsmaschinerie. Er enthüllt die Achtlosigkeit, den Wohlstand und die zutiefst politische Natur der internationalen Solidarität, die vorgeblich im Namen des Interventionsrechts umgesetzt wird.» (Visions du Réel, 2025)
«Wie viele Filme von Raoul Peck ist auch Assistance mortelle ein poetisch grundiertes Werk. Über eine Fülle von Bildern und Interviews wird ein aus dem Off gesprochener Dialog zwischen einem Mann und einer Frau gelegt, in dem die Geschehnisse aus subjektiver Sicht kommentiert werden. Peck hat dazu Passagen aus einem E-Mail-Wechsel mit NGO-Mitarbeitern verarbeitet. So wird aus der ursprünglich als Langzeitbeobachtung angelegten Dokumentation ein filmischer Essay, in dem Peck radikal und bewusst einseitig nicht nur mit dem Hilfsprojekt Haiti, sondern mit den Praktiken der westlichen ‹Entwicklungshilfe› grundsätzlich abrechnet.» (Raimund Gerz, epd-film, 29.10.2013)
Drehbuch: Raoul Peck
Kamera: Richard Sénécal, Antoine Struyf
Musik: Alexei Aigui
Schnitt: Alexandra Strauss
99 Min., Farbe, DCP, F+E+Hait.-Kreol./e