«Am 12. Januar 2010 erschüttert ein schreckliches Erdbeben Haiti. Auch das Nobelviertel Pacot in Port-au-Prince ist ein einziges Trümmerfeld. Dort lebt ein ehemals gutsituiertes Paar, das alles verloren hat: Ihr Adoptivkind ist in den Trümmern verschwunden, die Villa vom Abriss bedroht, die Bediensteten nicht mehr da. In der Not vermieten sie das letzte bewohnbare Zimmer an den französischen Katastrophenhelfer Alex, der mit seiner haitianischen Freundin Andrémise einzieht. In den nächsten neun Tagen wird das ganze Ausmass der Erschütterung sichtbar: Die bisherigen Beziehungen zwischen Armen und Reichen, zwischen Männern und Frauen und zwischen Helfer:innen und Opfern stehen auf dem Prüfstand.» (Film des Monats)
«Teorema verkehrt, wenn man so will: Wo bei Pasolini alles Licht und Erlösung wird, versinkt in Raoul Pecks sardonisch-brechtianischer Variante alles in Verdammnis, Mord und Schweigen.» (Olaf Möller, Bildrausch)
Drehbuch: Raoul Peck, Pascal Bonitzer, Lyonel Trouillot
Kamera: Éric Guichard
Musik: Alexei Aigui
Schnitt: Alexandra Strauss
Mit: Alex Descas (Der Mann), Ayọ (Die Frau (als Joy Olasunmibo Ogunmakin)), Thibault Vinçon (Alex), Lovely Kermonde Fifi (Andrémise/Jennifer)
130 Min., Farbe, DCP, F+Hait.-Kreol./e