«Die Bilder des Fotografen Ernest Cole gingen Ende der 60er-Jahre um die Welt. Im bahnbrechenden Fotoband ‹House of Bondage› hielt der Südafrikaner als Erster den Alltag der Apartheid fest und schrieb damit Geschichte. Doch sein eigenes Schicksal geriet aus dem Blickfeld: Ernest Cole musste ins Exil und dokumentierte fortan – kaum beachtet – die Rassendiskriminierung in den Südstaaten der USA (…). In einer packenden Collage hebt Raoul Peck eine Persönlichkeit aus den Trümmern der Geschichte und gewann damit den Preis für den besten Dokumentarfilm in Cannes.» (kult.kino)
«Ernest Cole: Lost and Found überlässt den Fotografien die Leinwand, braucht nur selten das bewegte Bild oder andere Worte als die des Künstlers, die über LaKeith Stanfields rauchigen Bass zu hören sind. Viel mehr braucht es nicht. Pecks Film findet Coles Leben in seinen Bildern, weiss allein mit der Auswahl und der Zeit, die er ihnen auf der Leinwand gewährt, eine berührende Biografie und ein verstörendes Zeitbild zu bieten. Die schönsten und herzzerreissendsten dieser Bilder zeigen die Apartheid dort, wo sie eine ferne Zukunft vergiftet.» (Karsten Munt, Filmdienst, 8.4.2025)
Drehbuch: Raoul Peck, Ernest Cole
Kamera: Wolfgang Held, Moses Tau
Musik: Alexei Aigui
Schnitt: Alexandra Strauss
Mit: LaKeith Stanfield (Ernest Cole (Voice-over))
106 Min., Farbe + sw, DCP, E/d/f