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Kisses
(Kuchizuke)
Yasuzo Masumura (Japan 1957)

«Sie treffen sich im Gefängnis, wo sie ihre Väter – beide Betrüger – besuchen. Vielleicht verlieben sie sich auch ineinander, wer weiss. Sicher ist, dass sie jung sind und dass sie sich von nun an zusammen treiben lassen, auf dem Motorrad, Wind in den Haaren, an den Strand, durch den Tag ... Masumuras Debüt wurde seinerzeit weitgehend ignoriert: Man erwartete sich – vom Titel wie der Werbung her – ein weiteres Exposé der Hedonismen und Sadismen der Jeunesse dorée im Wirtschaftswunder. Erst später entdeckte man, dass Masumura von der Rage der Masse ohne Morgen spricht, von einer Art Zorn und einer Art Begehren, die es so im japanischen Kino nie zuvor gab. Ebenso wenig wie das Tempo, mit dem die Charaktere durch das Dasein rasen, und auch nicht diesen tosenden Willen zum Selbst, asozial und schön. Kisses war einer jener Filme, der schrie, dass alles anders wird, und der einen immer wieder daran erinnert, dass alles anders sein könnte, muss.» (Rui Hortensio da Silva e Costa, Österreichisches Filmmuseum, Feb 2008)

Drehbuch: Kazuo Funahashi, nach dem Roman von Matsutaro Kawaguchi
Kamera: Joji Ohara
Musik: Tetsuo Tsukahara
Schnitt: Tatsuji Nakashizu

Mit: Hiroshi Kawaguchi (Kinichi Miyamoto), Hitomi Nozoe (Akiko Shirakawa), Eitaro Ozawa (Daikichi Miyamoto), Sachiko Murase (Kiyoko Shirakawa)

74 Min., sw, DCP, Jap/e

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