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Giants and Toys
(Kyojin to gangu)
Yasuzo Masumura (Japan 1958)

«Giants and Toys ist eine bonbonbunte und schrille Komödie über den wahnwitzigen Kapitalismus, seinen Zynismus und die damit verbundenen unvermeidlichen Opfer. In Tokio herrscht ein harter Konkurrenzkampf zwischen drei grossen Süsswarenherstellern, die mit Sonderangeboten um ihre Kundschaft buhlen. Die Werbeabteilungen der drei Konzerne World, Giant und Apollo planen jeweils spektakuläre Werbemassnahmen und schrecken vor keinen schmutzigen Tricks zurück, um die Strategien der Gegner herauszufinden und zu vereiteln. Wenn nötig, werden auch Freunde oder Verwandte hintergangen und verraten. 1958 war der Wiederaufbau Japans nach der Kriegsniederlage weitgehend abgeschlossen, und die Wirtschaft erlebte einen ausserordentlichen Aufschwung. Das Unbehagen an der aufkommenden Konsumgesellschaft veranlasste Masumura zu diesem selbstironischen Rundumschlag gegen die moderne japanische Gesellschaft. ‹Auf den ersten Blick scheint der Alltag des Japaners ruhig und gemütlich zu ein, doch in Wirklichkeit besteht er nur aus Arbeit, seit unser Land von einer Konsumwelle überschwemmt wird. Seit dem Beginn der modernen Konsumkultur herrscht in Japan ein geradezu aberwitziger Boom … Alles läuft auf Hochtouren, und Opfer sind dabei unvermeidlich› (Yasuzo Masumura).» (Arsenal Berlin, Apr 2008)

Drehbuch: Yoshio Shirasaka, nach einer Kurzgeschichte von Takeshi Kaiko
Kamera: Hiroshi Murai
Musik: Tetsuo Tsukahara
Schnitt: Tatsuji Nakashizu

Mit: Hiroshi Kawaguchi (Yosuke Nishi), Hitomi Nozoe (Kyoko Shima), Michiko Ono (Masami Kurahashi), Hideo Takamatsu (Ryuji Goda)

95 Min., Farbe, DCP, Jap/e

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