«Japan um 1900. Vermögend, doch verachtet kehrt Okane in ihr Heimatdorf zurück, nachdem ihr viel älterer, grausamer Ehemann verstorben ist. Den bigotten Dörflern gilt sie als ‹Hexe›, und dies erst recht, als sie mit Seisaku, einem vorbildlichen Soldaten, eine leidenschaftliche Liaison beginnt. Nach der Kriegserklärung Japans an Russland zieht der Geliebte in die Schlacht, wird verwundet und anschliessend gesund gepflegt. Erneut will er an die Front ausrücken. Um dies zu verhindern, greift Okane zu einem drastischen Mittel … Fünf gemeinsame ‹tsuma-eigas›, (Ehe-)Frauenfilme, haben der in Italien ausgebildete Regisseur Yasuzo Masumura und Ayako Wakao, der weibliche Star der Daiei-Studios, gedreht. Seisaku no tsuma, nach einer bereits 1924 verfilmten Erzählung entstanden, formuliert eine scharfe Kritik am japanischen Militarismus in Staat und Gesellschaft. Eingebettet ist sie in ein wildes Melodram voller erotischer wie gewalttätiger Momente. Der Restaurierung liegen die Originalton- und Bildnegative zugrunde. Mit ihrer Hilfe und anhand des Schnittplans konnten die ursprüngliche Textur und Schönheit des grossartigen Schwarzweissfilms in DaieiScope wiederhergestellt werden.» (Berlinale 2025)
Drehbuch: Kaneto Shindo, nach dem Roman von Genjiro Yoshida
Kamera: Tomohiro Akino
Musik: Tadashi Yamauchi
Schnitt: Tatsuji Nakashizu
Mit: Ayako Wakao (Okane), Takahiro Tamura (Seisaku), Chiba Nobuo (Heisuke), Yuka Konno (Oshina)
93 Min., sw, DCP, Jap/e