«Ein gewöhnlicher Arbeitstag auf der Baustelle. Den 40-jährigen Kranführer Thomas erreicht ein Anruf von seiner Frau Carla, er soll sie im Krankenhaus abholen. Dort trifft er sie weinend an und erfährt, dass sie einen Autounfall hatte. Carla erzählt von ihrem Tanzpartner David, mit dem sie sich ein Haus auf dem Land anschauen wollte und der bei dem Unfall ums Leben gekommen ist. Sie versucht, ihrem Mann offen und ehrlich alles zu erzählen, doch Thomas zieht sich mehr und mehr in sich zurück. Sie verstehen einander nicht. Ein Film über die Herausforderung, die Leben bedeutet, und über die Suche einer gemeinsamen Sprache.» (Berlinale, 2026)
«Meine Frau weint ist ein Sammelsurium an Szenen, Worten, Pausen beim Sprechen, wunderschön verschoben von der Welt, die wir kennen, teils auch düster. Die Geschichten, welche die Figuren erzählen, stehen immer mit einem Bein im Grab, moralisch, wörtlich. So oft hören wir vom ‹Beinahen›. Von ungewollten Schwangerschaften, die das Leben ruiniert hätten, Autounfällen, die dann doch unversehrt überlebt werden, (Alb)Träumen als Omen mit biblischen Ausmassen. Und trotzdem ist dieser Film immer an den richtigen Stellen gebrochen, um irgendwie unnahbar frech zu sein (…). In ihrem radikal reduzierten Kino webt Schanelec eine herrlich verwinkelte Wort- und Bildlandschaft.» (kino-zeit.de)
Drehbuch: Angela Schanelec
Kamera: Marius Panduru
Schnitt: Angela Schanelec
Mit: Vladimir Vulević (Thomas), Agathe Bonitzer (Carla), Birte Schnöink (Andrée), Pauline Rebmann (Karen), Ben Carter (Laszlo), Thorbjörn Björnsson (Esteban), Clara Gostynski (Claudia), Laure-Lucile Simon (Sophie)
93 Min., Farbe, DCP, D/e