«Die Erzählung beginnt mit Joannas Abschied von ihrem Ehemann und ihrem siebenjährigen Sohn Billy. Der Weggang zwingt Ted dazu, beide Elternrollen zu übernehmen, was inmitten der Herausforderungen des Alleinerziehens zu einer immer engeren Bindung zu Billy führt. Während Ted darum kämpft, seine berufliche Karriere und seine väterlichen Aufgaben unter einen Hut zu bringen, kehrt Joanna zurück, nachdem sie Selbstvertrauen gewonnen hat und nun das Sorgerecht für Billy beantragt. Das bricht einen erbitterten Rechtsstreit vom Zaun.» (ebsco.com)
«Die subtile Art, mit der Meryl Streep als Joanna Kramer leidet, rettet die Figur trotz eines Plots, der ihr eigentlich keine Möglichkeit lässt, gut dazustehen: Dass eine Mutter ihr Kind verlässt und für beinahe eine Stunde aus dem Film verschwindet, ist schon schlimm genug; umso schlimmer, dass sie zurückkehrt und die mittlerweile gewachsene Beziehung zwischen Vater und Sohn aufbrechen will. ‹Wenn Joanna eine böse Figur wäre und die Situation schwarzweiss dargestellt würde›, so Streep im Interview, ‹dann wäre die Gerichtsszene, die ich für den Höhepunkt des Films halte, völlig uninteressant.›» (Pad Gray, Time Magazine, Dez 1979)
Drehbuch: Robert Benton, nach einem Roman von Avery Corman
Kamera: Nestor Almendros
Musik: Henry Purcell, Antonio Vivaldi
Schnitt: Jerry Greenberg
Mit: Dustin Hoffman (Ted Kramer), Meryl Streep (Joanna Kramer), Jane Alexander (Margaret Phelps), Justin Henry (Billy Kramer), Howard Duff (John Shaunessy), George Coe (Jim OʼConnor), JoBeth Williams (Phyllis Bernard), Bill Moor (Gressen), Howland Chamberlin (Richter Atkins), Jack Ramage (Spencer)
105 Min., Farbe, DCP, E/d, J/12