«Man schreibt das Jahr 1844. Der 26-jährige Karl Marx lebt mit seiner Frau Jenny unter ärmlichen Verhältnissen im Exil in Paris. Als er Friedrich Engels kennenlernt, ist ihm dieser geschniegelte Dandy, der Sohn eines Fabrikbesitzers, auf Anhieb unsympathisch. Doch Engels hat gerade über die Verelendung des englischen Proletariats geschrieben – und er weiss, wovon er spricht. Beim Bier lernen sich die beiden ungleichen Männer – aufbrausend, spöttisch und scharfsinnig der eine, zurückhaltend, distinguiert und pragmatisch der andere – kennen und inspirieren.» (Filmdienst)
Raoul Peck entwickelte Le jeune Karl Marx parallel zu I Am Not Your Negro – und das nicht zufällig: «Ich habe Baldwin gelesen, als ich sehr jung war, und er hat mein Leben verändert – so wie Marx einige Jahre später. (…) Über Jahre besuchte ich an der Freien Universität Berlin Seminare zu Marx’ ‹Kapital›, die mir die Analyseinstrumente gegeben haben, die ich heute noch benutze. Ich habe in meinem Denken zwei Standbeine: Das eine ist Marx und das andere ist Baldwin.» (Raoul Peck, taz, 16.2.2017)
Drehbuch: Raoul Peck, Pascal Bonitzer
Kamera: Kolja Brandt
Musik: Alexei Aigui
Schnitt: Frédérique Broos
Mit: August Diehl (Karl Marx), Stefan Konarske (Friedrich Engels), Vicky Krieps (Jenny von Westphalen-Marx), Olivier Gourmet (Pierre-Joseph Proudhon), Hannah Steele (Mary Burns), Alexander Scheer (Wilhelm Weitling)
117 Min., Farbe, DCP, D+E+F/d/f