«Orange County, Kalifornien, in der nahen Zukunft: Wer die sogenannte Droge ‹D› zu sich nimmt, verliert jeglichen Bezug zur Realität und entwickelt verschiedene Persönlichkeiten. ‹D› hat das Land erobert, der Staat ist machtlos und lässt die Bevölkerung von Undercover-Polizisten bespitzeln. Auch der Polizist Bob ist der Substanz verfallen (…). Da er einen hochmodernen Tarnanzug trägt, bleibt seine wahre Identität geheim – und so wird er beauftragt, nicht nur seine Freunde, sondern auch sich selbst zu bespitzeln (…). Die hintergründigen Geschichten von Philip K. Dick zu verfilmen, kann nicht leicht sein. Richard Linklater bringt in A Scanner Darkly das von ihm zuletzt in Waking Life verwendete Rotoskopie-Verfahren erneut zum Einsatz und distanziert sich somit von jeglicher etablierter Science-Fiction-Optik. Die Handlung ist schlichtweg über jegliche Kritik erhaben: vielschichtig, abwechslungsreich, intelligent und überraschend. Was an A Scanner Darkly also interessiert, ist die Frage, ob es Sinn macht, einen Film, noch dazu mit namhaften Schauspielern, zu drehen, um ihn danach wieder zu ‹übermalen› – und das tut es.» (Viennale, Tom Maurer, Okt 2006)
Drehbuch: Richard Linklater, nach dem Roman von Philip K. Dick
Kamera: Shane F. Kelly
Musik: Graham Reynolds
Schnitt: Sandra Adair
Mit: Keanu Reeves (Bob Arctor), Robert Downey Jr. (James Barris), Woody Harrelson (Ernie Luckman), Winona Ryder (Donna Hawthorne), Rory Cochrane (Charles Freck)
100 Min., Farbe, 35 mm, E/d, ab 12