«Die Ideen waren eigenwillig und die Umstände beim Dreh mitunter abenteuerlich! 1960 stellte Kino-Revoluzzer Jean-Luc Godard mit seinem Debüt À bout de souffle die Konventionen auf den Kopf – und schrieb Filmgeschichte. In Nouvelle Vague zeichnet Linklater diese Entstehungsgeschichte nach und schweift dafür in die späten 1950er-Jahre zu den Anfängen der gleichnamigen Kinobewegung. Seinen Schwarzweissspielfilm lässt er dabei aussehen wie ein Werk aus der Zeit und streut zudem zahllose Anspielungen und Namen berühmter Regiegrössen ein.» (Sascha Rettig, Viennale, Okt 2025)
«106 Minuten pure cinephile Glückseligkeit. So könnte man diesen Film zusammenfassen. Richard Linklater bastelt aus Realität, Filmgeschichte, Begeisterung, Legende und Gegenlegende eine Fontäne des Aufbruchs, der Nonchalance, der nicht mehr ganz jugendlichen Getriebenheit zwischen Sorglosigkeit und Ehrgeiz, Arroganz und Freundschaft. Nicht nur der von Guillaume Marbeck gespielte Jean-Luc Godard in diesem Film trägt die Arroganz des Salon-Revolutionärs wie eine schwarzweisse Trikolore vor sich her, auch der Rest der vor allem aufgrund ihrer fast schon beängstigenden Ähnlichkeit mit den Originalen gecasteten jungen Truppe sprüht vor Charme und Frechheit.» (Michael Sennhauser, Filmblog, Mrz 2026)
Drehbuch: Holly Gent, Vincent Palmo Jr., Michèle Pétin, Laetitia Masson
Kamera: David Chambille
Schnitt: Catherine Schwartz
Mit: Guillaume Marbeck (Jean-Luc Godard), Zoey Deutch (Jean Seberg), Aubry Dullin (Jean-Paul Belmondo), Adrien Rouyard (François Truffaut)
107 Min., sw, DCP, F/d