«Ein junger Mann begegnet auf der Suche nach den Sinnfragen des Lebens Dutzenden von Personen, die ihm stets neue Erklärungsmodelle liefern. Immer mehr wird ihm dabei bewusst, dass er selbst die faktische Realität verlassen hat und sich in einem Zwischenreich zwischen Leben und Tod befindet. Aber ist dieser ‹Traum in einem Traum› nicht für alle Wirklichkeitserfahrungen kennzeichnend?» (Filmdienst)
«‹Das Kino ist ein Antiuniversum, in dem die Realität aus einer Summe von Unwirklichkeiten entsteht.› (…) Dieses Zitat, ich glaube von Jean Epstein, passt wunderbar zu diesem Animationsfilm von Richard Linklater. Waking Life wurde in einer neuartigen Animationstechnik hergestellt, bei der aus Videoaufnahmen semiautomatisch gemalte Bewegungsbilder entstehen. (…) Der Film ist eine Aneinanderreihung von Paradoxien und Reflexionen darüber, was real ist und was nicht, darüber, wann man träumt und wann man wach ist; und die ungewöhnliche Art und Weise, wie er aufgebaut ist, scheint darauf ausgelegt zu sein, all die darin aufgeworfenen Fragen noch zu verkomplizieren, anstatt sie zu lösen.» (Jonathan Rosenbaum, Chicago Reader, Mai 2025)
Drehbuch: Richard Linklater
Kamera: Richard Linklater, Tommy Pallotta
Musik: Glover Gill
Schnitt: Sandra Adair
Mit: Wiley Wiggins, Ethan Hawke , Julie Delpy, Richard Linklater, Timothy «Speed» Levitch, Steven Soderbergh
99 Min., Farbe, 35 mm, E/d