«Die 18-jährige Beatrice ist Auszubildende in einem Pariser Friseursalon. Sie lebt zurückgezogen bei ihrer alleinerziehenden Mutter, ihre einzige Freundin ist eine Kollegin mit einem lebhaften Liebesleben. Bei einem gemeinsamen Urlaub an der See lernt Beatrice den aus besseren Kreisen stammenden Philosophiestudenten François kennen und lieben. In Paris zieht sie zu ihm, renoviert und führt den Haushalt. Doch bald spürt François ein Missbehagen. Der soziale Status und die Bildungsferne seiner Freundin sind ihm peinlich. Er bereitet sich auf die Trennung von Beatrice vor … ‹Ich werde nie dahinterkommen, was du denkst.› Schlicht und verschlossen stellt Isabelle Huppert in ihrem ersten internationalen Kinoerfolg eine junge Frau dar, die als ‹Dulderin› an ihrer ersten Liebe zerbricht – mit Sommersprossen, störrischem rotem Haar und einem fast noch kindlichen Ernst. La dentellière ist Prophezeiung und Verheissung zugleich. ‹Sie war eine von denen, die erforscht werden wollen, bei denen man genau hinschauen muss›, lautet im Film der letzte Satz. Er bezieht sich auch auf die junge Schauspielerin, die zuvor minutenlang unverwandt in die Kamera geblickt hat.» (Berlinale)
Drehbuch: Claude Goretta, Pascal Lainé, nach einem Roman von Pascal Lainé
Kamera: Jean Boffety
Musik: Pierre Jansen
Schnitt: Joële van Effenterre
Mit: Isabelle Huppert (Pomme), Yves Beneyton (François), Florence Giorgetti (Marylène), Annemarie Düringer (Pommes Mutter), Michel de Ré (Gérard), Renata Schroeter (Marianne), Jean Obé (François’ Vater), Monique Chaumette (François’ Mutter)
108 Min., Farbe, DCP, F/d, ab 12 Jahren