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Heaven’s Gate
Michael Cimino (USA 1980)

Der Harvard-Absolvent Jim Averill wird Marschall in Wyoming und gerät in den blutigen Konflikt zwischen mächtigen Viehbaronen und verarmten Einwanderern. Dabei steht ihm ein ehemaligen Studienfreund gegenüber, der inzwischen die Interessen der Rancher vertritt. Als Averill von einer Todesliste erfährt, die 125 Siedler zur Ermordung freigibt, stellt er sich gegen die Grossgrundbesitzer. Auch eine Bordellbesitzerin und Sympathisantin der Einwanderer (Isabelle Huppert), die sich für Averill interessiert, steht auf der Liste … Der Film war zunächst verrufen als einer der grössten Flops der Filmgeschichte, wurde aber in späteren Jahren zunehmend als Meisterwerk gewürdigt. (tb)

«Wenn Heaven’s Gate die Exzesse der New-Hollywood-Genration der 70er-Jahre verkörpert, dann sollte er auch den revolutionären Geist repräsentieren, der ihm zugrunde liegt – die Entschlossenheit, die Mythen und Traditionen abzulehnen, an denen das Studiokino stur festgehalten hatte. Zunächst einmal ist der Film ein Antiwestern und zugleich auch antiwestlich, da er davon handelt, wie die zivilisierenden Kräfte, die das Land Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts zähmten, in Wirklichkeit die Schergen waren, die die Träume von Einwanderern und anderen Unglücklichen gewaltsam unterdrückten. Einwanderer mögen Amerika aufgebaut haben, so suggeriert der Film, doch nur wenige konnten an diesem Wohlstand teilhaben.» (Scott Tobias, The Guardian, Nov 2020)

Drehbuch: Michael Cimino
Kamera: Vilmos Zsigmond
Musik: David Mansfield
Schnitt: Lisa Fruchtman, Gerald B. Greenberg, Tom Rolf, William Reynolds

Mit: Kris Kristofferson (Marshal James Averill), Christopher Walken (Nathan D. Champion), John Hurt (Billy Irvine), Sam Waterston (Frank Canton), Isabelle Huppert (Ella Watson), Joseph Cotten (Reverend Sutton), Jeff Bridges (John L. Bridges), Ronnie Hawkins (Major Wolcott), Richard Masur (Cully), Paul Koslo (Major Charlie Lezak), Mary Catherine Wright (Nell), Mickey Rourke (Nick Ray)

219 Min., Farbe, DCP, E/d

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