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Coup de torchon
Bertrand Tavernier (Frankreich 1981)

Der französische Polizist Cordier fristet in einem abgelegenen Nest im französischen Westafrika ein trauriges Dasein. Von seiner Frau wird er betrogen, von einem rassistischen Zuhälter schikaniert. Dann läuft das Fass über: Cordiers Politik der Friedfertigkeit und des Opportunismus endet und er schwingt sich zum skrupellosen Richter über seiner Feinde auf. «Mit Anklängen an Kafka, Genet und Beckett spielt Bertrand Taverniers brillante Verfilmung von Jim Thompsons Groschenroman ‹Pop. 1280› aus dem Jahr 1964 in einem moralischen Niemandsland. Thompsons Romane sind allesamt erschütternde Studien der Amoralität, Geschichten, in denen wir gezwungen sind, uns mit jemandem zu identifizieren, den die Umstände dazu zwingen, schreckliche Dinge zu tun – eine Sichtweise, die in der Finsternis des amerikanischen Film noir ihre vollkommene Entfaltung fand: Doch Coup de torchon ist atmosphärisch das genaue Gegenteil: Der Komponist Philippe Sarde, ein häufiger Mitarbeiter Taverniers, liefert eine stimmungsvolle, jazzige, schräge Filmmusik; Kameramann Pierre-William Glenn fängt gekonnt eine helle und luftige Landschaft ein, die von der unerbittlichen, sengenden Sonne verbrannt wurde.» (Michael Dare, Criterion, Mai 2001)

Drehbuch: Jean Aurenche, Bertrand Tavernier, nach dem Roman «Pop. 1280» von Jim Thompson
Kamera: Pierre-William Glenn
Musik: Philippe Sarde
Schnitt: Armand Psenny

Mit: Philippe Noiret (Lucien Cordier), Isabelle Huppert (Rose Mercaillou), Stéphane Audran (Huguette Cordier), Jean-Pierre Marielle (Le Péron), Eddy Mitchell (Nono), Guy Marchand (Chavasson), Irène Skobline (Anne), Michel Beaune (Vanderbrouck), Jean Champion (Priester)

128 Min., Farbe, DCP, F/e

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