Live-Musik: IOKOI mit Mara Miccichè (Elektronik, Stimme)
Als zentrale Stilrichtung der Stummfilmzeit prägte der oft so bezeichnete «Französische Impressionismus» das Kino der Folgezeit massiv. Mit Brumes d’automne und La glace à trois faces vereint unser Programm zwei herausragende Beispiele, von denen wichtige Impulse zur filmischen Inszenierung von subjektiven Stimmungen ausgingen. Während Kirsanoffs Kurzfilm Innenwelten seiner weiblichen Figur ganz ohne Handlung zum Ausdruck zu bringen vermag, bettet sie Epstein in eine verschachtelte Erzählstruktur ein, die nonchalant zwischen den Zeit- und Raumebenen wechselt. Drei Frauen sehnen sich nach demselben leichtfertigen Lebemann. Kann das gut gehen? (dw)
In Kooperation mit dem IOIC (Institute of Incoherent Cinematography)
Gesamtdauer: 49 Min.
Drehbuch: Dimitri Kirsanoff
Kamera: Jean de Miéville
Mit: Nadia Sibirskaïa
10 Min., sw, DCP, Stummfilm
Drehbuch: Jean Epstein, nach der gleichnamigen Novelle aus dem Erzählband «L’Europe galante» von Paul Morand
Kamera: Marcel Eywinger
Mit: Jeanne Helbling (Lucie), Suzy Pierson (Athalia), Olga Day (Pearl), René Ferté (der Mann)
39 Min., sw, DCP, Stummfilm mit f Zw'titeln