Delphines Sommerferienpläne sind ins Wasser gefallen. Die Pariser Sekretärin begibt sich auf eine ziellose Odyssee durch Frankreich: «Delphine ist allein in La Plagne in den Bergen, vereinzelt in Cherbourg unter Freunden, einsam am Strand von Biarritz, bricht bisweilen in Tränen aus und versteckt sich hinter Fassaden der Beiläufigkeit (…). Doch schliesslich sieht sie, was man nur an wolkenlosen klaren Tagen in der Sekunde nach Sonnenuntergang sieht – das grüne Leuchten über dem Meer.» (Harry Tomiczek, Österreichisches Filmmuseum)
«Rohmer geht von den scheinbar simpelsten Geschichten aus – und genau dort strahlt sein Genie. Er nimmt alltägliche, fast schon banale Menschen und Situationen – hier eine Sekretärin, deren Urlaubspläne platzen – und schafft daraus eine Art spirituelle Reise. Le rayon vert war für mich eine Offenbarung (…). Der Film ist eine psychologische Studie, ein philosophischer Diskurs, ein verblüffend nüchternes Porträt von Sehnsüchten, Gefühlen, Meinungen, Gedanken, von Blicken und Gesten, von peinlichen, unbeholfen Momenten – emotional, intellektuell und auf subtile, äusserst subtile Weise unglaublich tragisch.» (Richard Linklater, Austin Film Society)
Drehbuch: Éric Rohmer
Kamera: Sophie Maintigneux
Musik: Jean-Louis Valero
Schnitt: María Luisa García
Mit: Marie Rivière (Delphine), Béatrice Romand (Béatrice), Rosette (die Freundin aus Cherbourg), Carita (Léna), Vincent Gauthier (Vincent), María Luisa García (= Lisa Hérédia; Manuella), Sylvie Richez, Amira Chemakhi
98 Min., Farbe, DCP, F/d, J/14