Ein gefälschter 500-Franc-Schein ist im Umlauf. Ein junger Mann wird zu Unrecht verdächtigt, etwas damit zu tun zu haben. Er landet kurz im Gefängnis. Doch danach ist nichts mehr wie vorher, sein Lebensweg hat sich verändert – er wird Rache an der Gesellschaft üben. Radikal und ohne Sentimentalität, ohne Psychologisierung und Metaphern zeigt Bresson in seinem letzten Film den grausamen Gang der Ereignisse.
«Das war der erste Bresson-Film, den ich je gesehen habe; er lief damals über ein Wochenende im Hogg Auditorium. Ich ging am Freitag hin und sah in mir an, tat mich aber irgendwie schwer damit (…), also ging ich am Samstag noch einmal hin, las die Literaturvorlage von Tolstoi, recherchierte über Bresson, und als dann Sonntagabend war, hat es bei mir plötzlich Klick gemacht, und ich war hin und weg von dem Film (…). Bresson gehört zu den wenigen Filmemacher:innen der Geschichte, von denen man wirklich sagen kann, sie haben ihre eigene Filmsprache geschaffen.» (Richard Linklater, Austin Film Society)
Drehbuch: Robert Bresson, inspiriert durch die Erzählung «Der gefälschte Coupon» von Leo Tolstoi
Kamera: Pasqualino De Santis, Emmanuel Machuel
Musik: Johann Sebastian Bach
Schnitt: Jean-François Naudon
Mit: Christian Patey (Yvon Targe), Vincent Risterucci (Lucien), Caroline Lang (Elise), Sylvie Van den Elsen (alte Frau), Michel Briguet (Vater der alten Frau), Béatrice Tabourin (Fotografin), Didier Baussy (Fotograf), Marc Ernest Fourneau (Norbert), Bruno Lapeyre (Martial), Jeanne Aptekman (Yvette), André Cler (Norberts Vater), Claude Cler (Norberts Mutter)
85 Min., Farbe, 35 mm, F/d