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Wanda
Barbara Loden (USA 1970)

«‹Wenn er die Scheidung will, geben Sie sie ihm. Die Kinder sind besser dran mit ihm›, sagt Wanda teilnahmslos zum Richter. Die junge Frau aus dem Kohlenrevier Pennsylvanias gibt ihre Familie, ihren Job und auch sich selbst auf, mit ungewissem Ziel. Barbara Loden hat sich mit schmerzhafter Direktheit in dieser Rolle inszeniert: als Frau, die sich mit Männern einlässt, die sie nur ausnutzen, und die sich schliesslich sogar zu einem schlecht geplanten Bankraub drängen lässt. Lodens Film, 1970 mit kleinstmöglichem Team und geringem Budget auf 16 mm gedreht, driftet durch heruntergekommene Bars und Motels, über staubige Strassen und Industriebrachen (…). Seinerzeit ein Kritiker-, aber kein Kassenerfolg, gilt Wanda in seiner schonungslosen Alltagsbeobachtung heute als Meilenstein des feministischen Kinos und als einer der wichtigsten Filme der 70er-Jahre. Ein Trauerspiel, dass Loden einen weiteren nicht drehen konnte; 1980 starb sie mit 48 Jahren an Krebs. In ihrem Nachlass entdeckte ihr Ehemann Elia Kazan jede Menge Drehbücher.» (epd Film)

Drehbuch: Barbara Loden
Kamera: Nicholas T. Proferes
Schnitt: Nicholas T. Proferes

Mit: Barbara Loden (Wanda), Michael Higgins (Mr. Dennis), Charles Dosinan (Dennis’ Vater), Frank Jourdano (Soldat), Valerie Manches (Mädchen unterwegs)

102 Min., Farbe, DCP, E/d

Spieldaten
Fr.,
2.10.2026
18:30