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Los olvidados
Luis Buñuel (Mexiko 1950)

«Der frisch aus dem Knast entlassene Jaibo, grossmäuliger Anführer einer Jugendbande, wird von Pedro, einem eher zurückhaltenden Jungen, dabei beobachtet, wie er einen jungen Arbeiter ermordet. Jaibo lässt Pedro ziehen, jedoch zu einem Preis (…). Luis Buñuel kam 1947 nach Mexiko und versuchte, in der dortigen Filmindustrie Fuss zu fassen. Los olvidados, gedreht in den Slums von Mexiko-Stadt, zeigt in harten, aber unterkühlten Bildern eine von Gewalt und Grausamkeit beherrschte Gesellschaft. Buñuel wurde in Mexiko als ‹Nestbeschmutzer› beschimpft, aber 1951 in Cannes ausgezeichnet.» (Filmpodium, Nov./Dez. 2010)

«Für mich sind Buñuels Mexiko-Filme seine wahren Meisterwerke (…). Der erste von ihnen war Los olvidados – und für mich ist er einer der grossen Jugendfilme, wenn man ihn so nennen kann. Es ist eine wunderschöne, tieftraurige Geschichte. Ohne diesen Film gäbe es kein Pixote, kein City of God, kein Over the Edge (…). Er hat diese einzigartige Atmosphäre, die zwischen neorealistisch und surreal pendelt. All diese wunderschönen Traumsequenzen in Zeitlupe tauchen aus dem Nichts auf. Sie sind einfach überwältigend.» (Richard Linklater im Gespräch mit Indiewire)

Drehbuch: Luis Buñuel, Luis Alcoriza, Max Aub (Mitarbeit), Pedro de Urdimalas (Mitarbeit)
Kamera: Gabriel Figueroa
Musik: Rodolfo Halffter, Gustavo Pittaluga
Schnitt: Carlos Savage

Mit: Alfonso Mejía (Pedro), Roberto Cobo (El Jaibo), Stella Inda (Marta, Pedros Mutter), Miguel Inclán (Don Carmelo, der Blinde), Alma Delia Fuentes (Meche), Héctor López Portillo (Richter), Francisco Jambrina (Direktor der Reformschule), Efraín Arauz (Cacarizo), Javier Amezcua (Julián), Mario Ramírez (Ojitos), Salvador Quiros (Schmied), Jesús García Navarro (Julíans Vater)

81 Min., sw, 35 mm, Sp/d

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