«Auf dem Heimweg von einer Hochzeitsfeier überfahren der Fotograf Tun und seine Freundin Jane auf einer finsteren, ausgestorbenen Strasse versehentlich eine junge Frau. Nicht sicher, was sie tun sollen, schlägt Tun vor, sich aus dem Staub zu machen. Wenige Tage später bemerkt er, dass die Fotos seines jüngsten Auftrags durch Lichtstreifen und die geisterhafte Anwesenheit des toten Mädchens entstellt sind. (…) Das Paar steht vor einem Rätsel, als es erfährt, dass es für die fragliche Nacht weder eine Nachricht über einen Todesfall noch einen Leichnam gibt. Thailands jüngster Ausflug ins Reich des Übernatürlichen ist stark von japanischen Horrortraditionen beeinflusst, und die Geschichte erklärt sich am besten durch ihren Originaltitel Sutter Kodtid Winyan, was frei übersetzt so viel wie ‹Drück den Auslöser und du siehst einen Geist› heisst. Hätten Tun und Jane zivilisiert gehandelt, dann hätte der Film ein Drama werden können. Aber sie fliehen, und in einem Horrorfilm zieht der Entschluss, keine Verantwortung für seine Taten zu übernehmen, immer schreckliche Konsequenzen nach sich. (…) Shutter ist das Spielfilmdebüt von Parkpoom Wongpoom und Banjong Pisanthanakun, denen es nicht zuletzt gelungen ist, Wesen und Kunst der Fotografie nahtlos in ihre Arbeit einzubinden.» (Brandon Wee, Viennale 2025)
Drehbuch: Parkpoom Wongpoom, Banjong Pisanthanakun, Sophon Sakdapisit
Kamera: Niramon Ross
Musik: Chatchai Pongprapaphan
Schnitt: Manop Boonwipas, Lee Chatametikool
Mit: Ananda Everingham (Tun), Natthaweeranuch Thongmee (Jane), Achita Sikamana (Natrenapa Chan-Ngam), Unnop Chanpaibool (Tonn)
97 Min., Farbe, DCP, Thai/e