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The Ceremony
(Gishiki)
Nagisa Oshima (Japan 1971)

«Oshima schmuggelt in dieser bissigen Darstellung einer höchst dysfunktionalen (und äusserst einflussreichen) Dynastie eine tickende Zeitbombe in das sonst so beschauliche klassische japanische Familienmelodrama. Über ein Vierteljahrhundert folgt er dem Sakurada-Clan in seinem verbissenen Streben, Ansehen und Ehre zu wahren (...). Masuo, der jüngste Spross der Familie, kämpft während einer Abfolge von Hochzeiten und Beerdigungen darum, die Leichen der Sakuradas – Inzest, brodelnder Groll und andere Geheimnisse – im Keller zu behalten; jede leere Zeremonie ist ein weiterer Schritt in den eigenen Untergang.» (Metrograph)

«Ich bin ein riesiger Fan von Nagisa Oshima. Er war einer der radikalsten japanischen Regisseure der 60er-Jahre, ein wahrer Meister. The Ceremony ist ein eindrückliches, generationenübergreifendes Familiendrama und sowohl auf familiärer als auch auf politischer Ebene sehr ambitioniert (…). Oshima hatte nie Angst davor, seine Ideen von Anfang bis Ende durchzuziehen, und wich stets leichtfüssig den Zensoren aus, die mit seiner politischen Botschaft zum Nachkriegsjapan unzufrieden waren.» (Richard Linklater im Gespräch mit Indiewire)

Drehbuch: Mamoru Sasaki, Tsutomu Tamura, Nagisa Oshima
Kamera: Toichiro Narushima
Musik: Toru Takemitsu
Schnitt: Keiichiro Uraoka

Mit: Kenzo Kawarazaki (Masuo Sakurada), Atsuko Kaku (Ritsuko Sakurada, eine Cousine), Nobuko Otowa (Shizu Sakurada), Kei Sato (Kazuomi Sakurada, der Grossvater), Atsuo Nakamura (Terumichi Tachibana), Fumio Watanabe (Shun Sakurada, der Onkel), Kiyoshi Tsuchiya (Tadashi Sakurada), Akiko Koyama (Satsuko Sakurada, Ritsukos Mutter), Maki Takayama (Kiku Sakurada), Shizue Kawarazaki (Tomiko Sakurada), Hosei Komatsu (Isamu Sakurada), Rokko Toura (Mori Sakurada)

123 Min., Farbe, DCP, Jap/e, J/14

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