EINTRITT FREI
«Es ist einer von drei hervorragenden Filmen, die unter dem Titel God Save Texas nach einem Buch von Lawrence Wright entstanden sind – und die alle die Geschichte und Politik des Bundesstaates im Lichte des eigenen Lebens und der Familien der Filmemacher beleuchten. (…) In Hometown Prison geht es um Huntsville, Texas, wo Linklater von 1970 (dem Jahr, in dem er zehn Jahre alt wurde) bis 1981 lebte. Er hat seine Kindheitserlebnisse dort ja bereits in Filmen wie Dazed and Confused oder Boyhood thematisiert. (…) Mitten in der Stadt steht ein grosses Gefängnis, das einen Grossteil des gemeinschaftlichen Alltagslebens bestimmt, und ein riesiges Netzwerk von Haftanstalten erstreckt sich in der Umgebung. Das Gefängnissystem ist so auch der wichtigste Arbeitgeber der Stadt. Texas, so berichtet Linklater, habe von allen Bundesstaaten die meisten Inhaftierten; ausserdem werden dort mehr Menschen hingerichtet als in jedem anderen Bundesstaat, und diese Hinrichtungen finden dann in Huntsville statt. Mit anderen Worten: Gefängnisse sind in der Landschaft von Huntsville allgegenwärtig, und doch, so Linklater: ‹Irgendwann nimmt man sie gar nicht mehr wirklich wahr.› In Hometown Prison wirkt er dem entgegen.» (Richard Brody, The New Yorker, Mrz 2024)
Kamera: E.J. Enríquez, Graham Willoughby, Shane Kelly
Musik: Graham Reynolds
Schnitt: Paul Greenhouse, Spencer Averick
Mit: Richard Linklater, Lawrence Wright
87 Min., Farbe, DCP, E/d