«Diese Parabel auf die Geschichte Italiens folgt dem Lebensweg zweier Kinder, die im Jahr 1900 in einem Dorf in der Emilia-Romagna geboren wurden. Der eine ist Landarbeiter, der andere Sohn des Grundbesitzers. Bernardo Bertolucci wählt die Form eines Diptychons und widmet den ersten Teil dem Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Mit dieser Saga mit romanhaften Zügen wollte der Filmemacher, dass der Zuschauer sowohl ‹den Hollywood-Schauer als auch den sowjetischen Schauer› spürt. Novecento ist ein grossartiges episches Fresko und zugleich ein Film zu Ehren des italienischen Kommunismus, der von den Anfängen der Bauerngenossenschaften, dem Agrarstreik von 1908 und der Entstehung des Faschismus erzählt. Über seine marxistischen Standpunkte hinaus spürt der Filmemacher die unbezähmbare Kraft der Erde und der Menschen, die seine Figuren bis zu ihrem letzten Atemzug antreibt.» (Cinématèque suisse, Mai 2021)
«Novecento ist ein Gemälde, das dem französischen Realismus würdig ist, ein veristischer Roman, eine Abhandlung über Anthropologie, eine historische Erzählung, eine philosophische Rekonstruktion; und doch ist Novecento weder Poesie noch Philosophie, sondern es ist Kino, das Werk eines moralisch agierenden Filmemachers.» (Aldo Pisano, anonimacinefili.it)
Vergünstigte Kombi-Tickets mit Atto secondo sind an der Kinokasse erhältlich.
Drehbuch: Bernardo Bertolucci, Franco Arcalli, Giuseppe Bertolucci
Kamera: Vittorio Storaro
Musik: Ennio Morricone
Schnitt: Franco Arcalli
Mit: Robert De Niro (Alfredo Berlinghieri), Gérard Depardieu (Olmo Dalcò), Burt Lancaster (Alfredos Grossvater), Dominique Sanda (Ada Fiastri Paulhan), Sterling Hayden (Leo Dalcò), Donald Sutherland (Attila), Francesca Bertini (Schwester Desolata), Laura Betti (Regina), Ellen Schwiers (Amelia), Stefania Sandrelli (Anita Foschi), Stefania Casini (Neve), Werner Bruhns (Ottavio Berlinghieri)
154 Min., Farbe, DCP, I/d, J/14